Schneewesentliches
findet sich
vielleicht
auf letzter Zacke
der Kante hin zur Schlafenszeit.
Rausgefegt
und grad noch so
im Gespräch vor der Tür
auf Abstand
schon voneinanderweg
und doch noch
im Begriff der letzten Chance
einer Umarmung
nocheinmal
aufeinanderzuzustürzen.
Wer weiß denn sowas schon
hier im Bermudadreieck
zwischen Salvatore
wo kein Carlo mehr
so sicher wie das Amen in der Kirche
beim Kehraus in der Türe steht
und raucht –
dort also zwischen
Aviation
und
der heißgeliebten Sommerbleibe 23
unter Juttas Dach.
Auf Augenhöhe jedenfalls
vorübergehend gestellt
zu Füßen
eines zugereisten Dorfes
aus Vietnam.
Südliche Sonne im Exil.
Diaspora wohin das Auge schaut.
Was sollen denn da zwei
in Eis und Schnee
auch sonst tun
als sich doppelt
gekugelt
vor Lachen
vielleicht
vielleicht auch
wenn schon ohne Carlo
dann doch
im Übermut der letzten Zigarettenpause
nachts auf der Kleinen Ulli
ins Sternenlicht einer Laterne
zu stellen
und zu leuchten.
Als zu erstrahlen
als ein Bild
für dich
und mich
das uns verheißt
dass
alles kann
nichts muss.
Dass wir Kristall und Sturm und Schlachten
in uns tragen.
Und dass wir Schicht um Schicht
zunehmen können
an Erfahrung.
Und dass wir aber
wenn es uns gefällt
genauso
unter Gottes schöner Sonne
verschmelzen dürfen miteinander.