31. Türchentag

Ich hebe meine Augen auf
zu den Bergen
von denen zu mir kommt
was schon immer
ein Lied sang
davon
dass du
die Zeit
in Händen hast
und auch dieses
Jahres Last
in sie fällt.
in deine großen
starken Hände
mit der gefurchten Hornhaut
wie bei Oma Lina.
Wandle in Segen.
Was für ein Wunsch.
Fast unaussprechlich.
So groß
dass eigentlich
nur singbar.
So wie die Erkenntni
dass uns kleidet
was wir erleben.
Stück für Stück
Flecken für Flicken
nehme ich auf
und hefte sie auf mein Gewand.
Lass
es Teil werden
des Mantels
der mich oft
nur dürftig wärmt.
Vielleicht weil er
meistens ungeteilt blieb.
Verschlissen vor der Zeit.
Löchrig und schäbig.
So wie
es eben kommt
dass die Jahre
die du uns geschenkt
wenn deine Güte uns nicht lenkt
veralten wie Gewänder.