
Goethe kacheln.
Und schon wohnt allem sein Gegenteil inne.
Kurz zwischen die Lettern gestiegen und da.
Sie hst emal. Ganz dial ektisch.
Morgenlicht jetzt nach durchwacht er
durchwandert er Nacht.
Gut was geschafft und am Ende
der Lieben gedacht
die schlafen in Hamburg und gleich nebenan.
Bonussohn, Prinzchen und Ehemann.
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Auf dem Weg. Aber ganz da. Woimmerauch.
Staubig. Aber im Schmuck
des Schönen. Gefunden und gepflückt.
Müde. Aber nicht ohne Morgensonne. Und Schwimmen im See.
Ruhelos. Aber die Nacht zur Freundin. Und die Fülle.
Lachen mit Kopf im Nacken. Aber die Seele weint immer ein bisschen.
Überall und nirgends. Aber treu verbunden.
Wie schauts? Und ein rauchiger Kuss. Heimatlich.
Brot und Wein. Und nochmal nachschenken.
Alte Knochen. Und Gott richtet Dich auf.
Glück. Und ein Sehnen tief.
Lieber Freund. Und Bruder.
Gesegnet. Und ein Segen.
Sei.
Schulanfangslicht auf dem Petersberg. Tiefe Sonne an sehr blauem Himmel. Im felsenbirnigen Halbschatten bist du ausgerichtet auf die Quelle der Gnade. In all deiner Bedürftigkeit und mit aufgerissener Seele, und auch für Daniel in seiner Löwengrube des Zorns: hier ist gut Sein. Hier ist Christus mir im Rücken und birgt uns der Garten Ediths. Die Weite ist des Herrn. Hier im Blütenkranz seiner Dornen. Besonders im Zwielicht des großen Sowohlalsauch.

Ausgehen und nach Hause kommen, mein Herz. Mit Freud, im vollen und schütteren Laub. Egal. Deines Gottes Gaben sind reichlich wirksam an Dir. Auch ohne Eisenbahnbrücke und Kino. Weil Du angekommen bist, wo Generationen um Dich wissen. Und Narzissus lächelt weise, wenn das Völklein Schülerschaar dir als der Glucke folgt. Salomon bist Du und Lilie. Nachtviolenfreundin und Schwalbenschwänzlerin. Herzensreundin. Von Mutter und Vater. Meine.

Spaghetti al fiore in blau. Mutterherzlich stimmt das Jugulum ein Abschiedslied an. »Ahoi Ahoi«, tönt es aus der Drosselgrube. Und dann auf und davon, zur Insel im großen Meer. Ab in die wehe Ferne. Die: auch blau. In die Ferne, mitsamt den schönen Claviculen und den Großkindern. Die: stimmbrüchig, sonnenbebrillt und flirrend vor Liebesleid. Zart und zum Zerbrechen schön, allemann. So schön, dass es empfindlich zieht: tantenherzlich. Tochterherzlich.
Und in ihrer Drosselgrube lächelt die Seeräuberin und singt »Ahoi«.

Projizierte Reihenendhausecke auf Canvas.
Vielleicht wohnt der Schuhbestücker drin.
Wer weiß. Säh ihm ähnlich, dem alten Seefahrerbeschützer.
Sonnig bis windig ist dieser Advent.
Behausend und unstet wie ein Segelboot. Wie es sich gehört.
Ankommend. Und noch nicht da.
Vorzeichen setzend. Ausgesternt. Auch bei Nebel.

Gesummt hat es, beim 25.jährigen der Rostocker TelefonSeelsorge. Der Bienenstock des Herrn. Bis die Glocken alle still machten und Karl Töne schweben ließ, gegenan. Heimat. Herzwarm. Ökumenisch. Dort, unter dem mutigen Christus. Weihrauch und 60er-Jahre-Esthetik. Schön. Müther sei Dank. Ich habe wie immer Davidsterne gebaut aus den Fenstern. Dreieck an Dreieck an Dreieck. Die stabilste Beziehung der Welt: Mensch-Mensch-Gott. Und zurück. So geht Seelsorge.
Ein Abend voll Berührung und Wiedersehen. Voll vertrauter, leuchtender, altgewordener Gesichter. Es gab einen Wald aus Flaschenhälsen und jede Menge Wurstbrote – schau an, Jochenlachen, Geschichten und mich als Henne im Korb. Es gab den Blick hinein, auf den Grund, in die Seele, um die es ja immer geht. Auch um die des Seelsorgers; vor allem um die. Das muss ja auch mal sein. Und, na klar, mecklenburgische Anteilnahme. Und die locker auf den Tisch gepackte Essenz allen Psychowissens, noch vor 12. So tanzten wir uns ans Ende der Nacht. Der Mann, der die Dunkelheit nicht fürchtet, immer dabei. Zärtlich im Arm gehalten. I’m ready, my Lord. Gut, wenn Du nach Hause kommst, weil da jemand ist, der um Dich weiß.

Ach, Augustine. Mit viel Tamtam und sehr bei Nacht kam sie durchs Fenster und brachte uns was mit. Ein Opfer. In Liebe hingegeben. Noch ganz unzerkaut. Unblutig. Vom Munde abgespart für uns.
Gottlob blieb es auf dem Teppich und fand nicht den Weg ins Bett.
Das Mäuschen. Das Genick sauber gebrochen, schaute es fast keck hinauf zu seinem grippalen Bestatter. Der, weil nackt, hielt die Zeremonie kurz und ließ sie im Mülleimer enden.
So ist es ja mitunter mit Geschenken, wenn man nicht hinguckt.

Schon immer war das Angeschautwerden aus diesen Augen das Tröstlichste, Beste, Gesundendste auf der Welt. Nächtelang durchgehustet. Kopfauf kopfab. Und nebenbei immer ein Huhn im Topf. Dem Trotz zur Verheißung. Damit sich Hoffnung nicht erschöpft, sondern salzig und heiß, mit allem Guten sich einverleibt werde. Kraftbrühe. Schon beim Aufsetzen. Überlebenswichtig. Gegen jeden Zweifel.

Acht mal ich ohne mich. Schön. So gerade werd ich nie.
Und so klimmzügig auch nicht.
Aber dann eben doch. Nämlich.
Als Idee. Und was sind wir schon anderes
als eine Idee von uns selbst. So fix und so frei.
Selbst erfunden und doch erdacht von einem anderen.
Und augenscheinlich immer nur eine Variante davon.
In grün vielleicht, nichtssagendem rosa, himmelblau oder lila.
So ist es also. Voller Möglichkeiten, das Leben.
Worauf du dich verlassen kannst.